MEER - heitlich...

Die letzten zweieinhalb Wochen habe ich es nicht geschafft meine Gefühle zum Ausdruck zu bringen, ich wollte immer stärker sein als sie. Meist schafft man es ja dann doch nicht. Es fließen die bittersten Tränen. Haben wir mehr als ein Jahr gekämpft um uns heute so gegenüber zu stehen? Vieles hat mich in dieser Zeit verletzt, traurig gemacht und oft an den Rande der Verzweiflung gebracht. Sehr vieles. Aber nichts tat je so weh wie die letzten zwei Tage. Der Fixpunkt im Leben wurde für tot erklärt. Plötzlich soll alles anders sein? Es mag für dich besser sein, wenn ich mich betrachte glaube ich das sogar. Für mich ist es das keineswegs. Mir wurde der Mittelpunkt genommen, das auf was mein Leben fixiert war. Das wofür ich alles gut machen wollte. Sehr gut sogar. Nie war ich bemühter in meinem Leben, aber auch niemals habe ich mehr Fehler gemacht. Ich gestehe mir das ein. Wir sind gemeinsam in die Sackgasse gefahren, haben den hintersten Winkel aufgesucht. Immer wieder haben wir es geschafft uns wieder ein wenig ins Licht zu rücken, der Hoffnung Platz zu gewähren. Doch letztendlich hat das viele Dunkel den Tod der Sache an sich herbeigeführt. Vielleicht war alles einfach zu schwer. Wir zu verschieden.

Aber wieso weine ich dann? Wieso wird dann das Meer, welches mich umgibt, minütlich größer? Wir hatten doch Gemeinsamkeiten. Ich dachte immer unser Gleichklang der Herzen. Größter gegenseitiger Respekt und tiefe Zuneigung. Freunde, die anfingen sich zu lieben. Das war doch das bemerkenswerte an uns. Und doch trotz allem eine wahnsinnige Distanz, die uns trennt. Zeitlich, räumlich. Daran kann alles zerbrechen, die Verzweiflung zu groß werden. Es ist als ob man manchmal den Halt verliert. Ich bin oft vom standhaften Teil abgerutscht, aber ich habe nie den Mittelpunkt aus den Augen verloren.

Seit zwei Tagen hämmert mein Kopf, es ist als ob dein Name darin eingemeiselt sei. Es gibt keinen anderen Gedanken mehr. Egal, was ich tue. Egal, wo ich bin. Egal, ob ich schlafen möchte. Alles dreht sich um dich, nur dich. Immer wieder du. Dem Schlaf bleibe ich deshalb oft fern, schließe meine Augen und stelle mir stundenlang vor wie du mich umarmst, unsere Herzen beeinander schlagen. Nein, ich glaube nicht, dass dieses Gefühl tot ist. Es ist so stark, dass ich unendlich traurig bin und das Meer um mich herum immer höher steigt. Ich mag alleine sein, nicht reden, nicht teilnehmen, mich nicht rechtfertigen, schon gar nicht funktionieren. Der Motor ist aus, das Triebwerk hat schon lange versagt. Meine Starthilfe warst jedes Mal aufs Neue du. Trotz allem was negativ über deinem Leben steht. Unglaublich welche Kraft von dir ausging.

Ich soll dich als Mittelpunkt gehen lassen? Immer und immer wieder haben wir so viele Schwierigkeiten durchgestanden und uns zu Beginn gegenseitig aus dem Abseits des Lebens geholt. Es hat doch funktioniert. Wieso sollen wir es nicht schaffen? Bis zu allerletzt habe ich daran geglaubt, aber vielleicht ist es einfach trotzdem nicht möglich. Ganz ehrlich glaube ich, das wir beide sehr wollen, aber nicht können. Eine Tatsache, die mein Herz zum Zerreißen bringt. Ich habe die Befürchtung, dass ich bald im Meer ertrinke und du dieses Mal, zum allerersten Mal seit so langer Zeit, nicht mehr mein Rettungsanker sein wirst. Meine Rufe bleiben ungehört, mein Herz gebrochen... vielleicht gehe ich verloren, vielleicht ertrinke ich in Traurigkeit.

Ich fühle mich regungslos, kann immer wieder nur die gleichen Zeilen anhören, meine Wangen abwischen. Plötzlich ist alles so leer, das was ich vorher nie glauben wollte. Es fehlt mehr als nur ein Teil. Es fehlt das Puzzleteil, welches meinem Leben, über so lange Zeit, ein Gesicht gab. Wunderschön, zart und doch so unvergleichbar und markant! Eingebrannt in meinen Kopf wie nichts anderes. Es ist als ob ich laut schreien müsste...

Zum Schwimmen fehlt mir jede Kraft... Bitte bitte fange mich auf!

Für dich mein Großer, von ganzem Herzen!

[myhello]

9.12.08 22:12

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