Herzenswärme...

Wenn ich jetzt so dasitze, werde ich traurig, fange an mein Leben zu überdenken. Ich sehe viel Schönes, aber auch vieles, das nicht so ist wie tief im Herzen erwünscht. Nicht so, wie viele andere es leben können. Nicht dass ich neidisch bin, es ist nur schwer zu sehen, dass es bei einem selbst lange braucht bis alles in Form kommt. Ernsthaft frage ich mich, wieso du nicht meine Form sein möchtest? Wieso du mich so behandelst als ob wir nie Pläne hatten. Im Moment fehlt mir die Kraft, der Wille über uns nachzudenken. Wahrscheinlich auch, weil ich dann feststellen müsste, dass es sinnlos ist. Wie soll es denn jemals funktionieren? Ich kann die Beschwerlichkeit kaum mehr ablegen. Ich versuche zusammen zu halten, was vielleicht längst nicht mehr zusammenpasst. Natürlich stellt sich die Frage nach dem Warum. Ja dieses große, traurige Warum. Vielleicht, weil ich doch nur einen Herzenswunsch habe. Ich wünsche mir doch nur ein Herz. Ein Herz, das meinem die Wärme zurückgeben kann, die meines schenkt. Wieso forderst du so viel Wärme und gibst mir oft nur Kälte zurück?

Der Herzenswunsch diese so bedeutende Liebe zu finden ist groß. Gar allgegenwärtig. Beherrschend. Ich ersehne sie sehr, fühle mich ohne sie nur als halber Mensch. Es ist gar unmöglich mit nur einem Flügel fliegen zu wollen. Es lässt einen immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückfallen. Es gibt immer wieder Momente, die einen erheben, aber kein Leben im Höhenflug. Ich wünsche mir doch nur ein Herz, das im Gleichklang mit meinem schlägt. Mit meinem, für mich. Vielleicht ein naiver Traum, doch ich gebe niemals auf. Bis zu meinem letzten Tag werde ich Hoffnung haben.

Betrachte ich andere, weiß ich, dass es möglich ist die Erfüllung dieses Herzenswunsches zu erleben. Bei mir scheint es nur zu dauern. Wieso, das weiß ich leider nicht. Was ich gelernt habe, ist, auch die kleinen Glücksmomente zu sehen. Denn es kann nicht in jedem Moment das Große liegen. Manches für den Moment Große stellt sich oft als nicht beständig heraus. Mein großer Moment wird kommen und ich werde es spüren, ich bin mir sicher. Mein Glaube daran lässt mich hoffen. Meine Ungeduld ist schwer zu verbergen, endet oft in Traurigkeit, Verzweiflung, Unverständnis. Es ist ja nicht verwerflich, dass jeder Mensch, das für sich Beste ersehnt. Ich weine auch jetzt, weil es mich traurig macht, dass ich alleine bin. Es fehlt die Schulter zum Anlehnen. Die starken Arme, die mich umschließen. Die zarten Lippen, die mir Küsse auf die Wange hauchen. So sehr. Die Sehnsucht in mir ist unersättlich, manchmal fast unerträglich. Und immer wieder treibt sie mir die Tränen in die Augen, lässt mich einfach weinen.

Denn im Grunde fühle ich mich wahnsinnig alleine und habe Angst, dass es sich niemals ändern wird.

Bitte Herzenswunsch, erfülle dich!

[myhello]

31.5.09 00:38

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